Es “funktionierte” wirklich!

Nach dem Seminar hatten wir eine richtig schöne, harmonische Zeit – wir waren sehr angetan von dem, was wir gelernt hatten, haben die Bibelstellen nachgeschlagen und gebetet, dass Gott uns leitet.
Am 8. März bin ich dann mit einem Blasensprung geweckt worden, und die Kontraktionen gingen mehr oder weniger gleich los. Ich bin recht nervös geworden und hatte anfangs doch Schmerzen, jedoch nicht so schlimme. Um 7.00 Uhr sind wir ins Spital gefahren, und am Eingang traf ich die Hebamme, mit der ich eine Woche vorher abgemacht hatte zum Gebären – das hat mich sehr gefreut, gleich ein bekanntes Gesicht zu sehen. Wir haben eine Lobpreis CD aufgelegt und es uns gemütlich gemacht: Ich im Schneidersitz auf dem Boden, mit voller Stimme Gott lobend, Bernd neben mir. Und, es war so genial: Sobald ich angefangen habe zu singen, waren alle Schmerzen weg – tatsächlich!!! Ich war staunend glücklich überwältigt. Es “funktionierte” wirklich, was wir im Seminar gehört hatten! Es war zwar noch anstrengend und Bernd musste meinen Rücken massieren, aber ich habe wirklich keine Schmerzen mehr gespürt!

Als die Hebamme, erstaunt über den fröhlichen Gesang, unsere Zimmertüre öffnete und mich im Schneidersitz auf dem Boden sitzen sah, Gott aus vollem Herzen lobend, meinte sie mit einem “big smile” auf ihrem Gesicht: “Also, solch ein Wehensingen habe ich noch nie gehört!” Und sie war mega beeindruckt! Später gestand sie uns, dass sie nicht geglaubt hatte, dass ich richtig Wehen habe. Nach über einer Stunde Lobpreis war ich schon am Pressen und ich konnte es fast nicht glauben, dass ich immer noch keine Schmerzen hatte … Es war einfach genial! Am Anfang der “Austreibungsphase” habe ich die Musik abgestellt und bin ganz zum Kind gegangen – Augen zu, habe mit ihm geredet, es ermutigt, gesagt, wir schaffen es, es “an die Hand genommen” und viel gebetet. Es war sehr intim, ein wunderschönes Erlebnis. Ich fühlte mich mit unserem Baby so verbunden, aber auch mit Gott, der uns beide so liebevoll an seiner Hand hielt.

Aber plötzlich wurden die Herztöne unstabil, und die Hebamme schlug daraufhin den Wehentropf vor. Ich wusste sofort, dass es richtig war, obwohl ich bei Daniels Geburt so schlechte Erfahrungen damit gemacht hatte. Mir war einfach wichtig, dass es Liam gut ging – meine Geburtswünsche waren zweitrangig, und ich hatte wirklich Frieden darüber. Den Tropf habe ich gar nicht gemerkt, und ich hatte immer noch keine Schmerzen! (Normalerweise hat man dann stärkere Schmerzen!) Bei der drittletzten Kontraktion hat die Hebamme mich auf die Seite gedreht, und plötzlich hatte ich ganz schlimme Schmerzen, habe mich gewehrt, noch mal eine in dieser Position zu machen, und dann ist Liam mit zweimal stossen rausgekommen! Ich war sehr dankbar für diese eine Wehe, die schmerzhaft war – nun war ich sicher, dass die anderen ganz anders waren, und ich war dankbar für diesen Beweis!!! Anfangs war ich zwar etwas frustriert, dass ich an den Tropf musste, und dass doch nicht alles “perfekt” gelaufen ist, aber im Nachhinein habe ich gemerkt, was Gott mir alles geschenkt hat: Die meiste Zeit keine Schmerzen, eine tolle Lobpreiszeit, ein total schönes, intimes Erlebnis mit meinem Sohn und eine absolut „stimmige“, friedvolle Geburt! Die Ehre sei Gott und ihm allein!

Nachher konnte ich der Hebamme erzählen, was, oder besser gesagt wer, dahinter stand: Jesus Christus! Sie sagte, dass solche Geburten viel zu selten seien und war wirklich beeindruckt. Ja, und dann wollte sie unbedingt die Worship CD haben, und schlussendlich meinte sie noch: “Also dieser Kurs über die schmerzfreie Geburt, der interessiert mich wirklich! Ich muss mir mal überlegen, ob wir da nicht als ganzes Hebammenteam dran teilnehmen sollten.”

Aber nun ging’s weiter im Wochenbett: Kaum Nachwehen (keine Schmerzmittel gebraucht), der Milcheinschuss war ganz unproblematisch (und das war für mich nochmals ein Wunder!), ich war super fit, fühlte mich wohl und Liam war auch total zufrieden. Also rundum ein super Erlebnis! Und nun bin ich schon fleissig am Werbung machen, damit noch möglichst viele Frauen solche eine schöne Geburt erleben können!

Rachel

Hartmut & Marietta Olschewsky
Touch the Love Ministries